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Malteser Aachen

Malteser-Schulsanitätsdienste schicken Willicher zum Bundeswettbewerb

08.05.2017

Am vergangenen Samstag fand im Inda-Gymnasium Aachen der „Malteser SSD Challenge“ statt. Neun Schulsanitätsdienste (SSD) der Malteser in der Diözese Aachen mit insgesamt über 60 Schülerinnen und Schülern nahmen an dem Wettbewerb teil. Ziel des Treffens war, den Schulsanitätsdienst auszuwählen, der die Diözese Aachen beim Bundeswettbewerb im September im bayerischen Landshut vertritt.

Das Geräusch einer Kreissäge und Schreie sind von weitem zu hören. Alarmierte Schulsanitäter und Schulsanitäterinnen rennen in die Richtung, aus der das Geräusch kommt. Als sie den Raum betreten sehen sie, was passiert ist: Eine Person sitzt mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden und hält sich den Arm. Auf dem Boden des Werkraums liegt eine abgetrennte blutige Hand.

Es ist kein schöner Anblick, doch die Schülerinnen und Schüler, die in erweiterter Erster Hilfe geschult wurden, sind schnell zur Stelle. Aber es gibt keinen Grund zur Sorge, die Situation ist nur nachgestellt: Die jungen Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter testen an diversen Erste-Hilfe-Stationen ihr Wissen und Können.

Niklas Schartmann (Foto links), ehrenamtlicher Leiter der Schulsanitätsdienste in Aachen schildert, wie hoch qualifiziert und ehrgeizig die Schulsanitäter an die einzelnen Übungsstationen herangehen. „Das sieht richtig professionell aus. Wir können stolz sein auf den hohen Ausbildungsstand der Malteser Schulsanitäterinnen und Schulsanitäter in der Diözese Aachen.“ Christian Baumann (Foto rechts), Referent des Schulsanitätsdienst für die Diözese Aachen ergänzt, dass seit heute Morgen eine äußerst euphorische Stimmung in der Luft liege und trotz des Wettbewerbs ein großes Miteinander herrsche.

Die Erstversorgung der Verletzung der Hand ist geschafft und der Rettungswagen alarmiert. Gerade nochmal alles gut gegangen. An einer anderen Station hat ein Schüler mit seinem Fahrrad die Böschung nicht gesehen und ist dort hinuntergestürzt. Er hat eine schwere Kopfverletzung und Schürfwunden. „An den Stationen müssen sich die Teammitgliederinnen und Teammitglieder schnell einen Überblick der Gesamtsituation verschaffen, Verdachtsdiagnosen erarbeiten und dann entsprechend ihrer Kenntnisse handeln.“, so Schartmann.

Auch eine Förderschule aus Krefeld nimmt an dem Wettbewerb teil und wird so für ihre gute und integrative Arbeit belohnt. Alles läuft hier Hand in Hand – so auch die lange und aufwendige Vorbereitung für die SSD-Challenge. „Ohne die tatkräftige Unterstützung aus dem Ehrenamt wäre eine solche Veranstaltung nicht zu stemmen. Hier gilt mein Dank alldenjenigen, die zum Gelingen beigetragen haben“, so Baumann.

Insgesamt haben an diesem Tag 15 ehrenamtliche Schiedsrichter aus den Reihen der Malteser die Bewertung übernommen. Weiterhin kamen über 20 Verletzten-Darstellerinnen und -Darsteller aus den befreundeten Hilfsorganisationen wie Johanniter, THW und Freiwillige Feuerwehr. Es ist schön, dass wir bei der Förderung des Engagements der jungen Menschen alle am gleichen Strang ziehen, so Schartmann.

Am Ende qualifizierte sich das St. Bernhard Gymnasium aus Willich für den Bundeswettbewerb. Für die anderen Schulen gibt es jedoch keinen Grund traurig zu sein. Die Schulen lieferten sich ein Kopf-an-Kopf Rennen und nur wenige Punkte Vorsprung machten dieses Jahr den Sieger aus. Ein Beweis für die hohe Leistungsfähigkeit aller Schulen quer durch die gesamte Diözese Aachen und einen fairen gelungenen Wettkampf, so Schartmann.


 

 

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